und noch ein anderer Musäus

UM 500 lebte der spätgriechische, also byzantinische  Autor Musäus (auch Musäus Grammatikus), dessen Bearbeitung der Sage (griechische Mythologie)  Hiro und Leander zum kleinen Epos mittelalterliche und neuzeitliche Dichter beeinflusst hatte. Das Thema selbst ist schon bei Vergil und Ovid zu finden.

Kurz zum Inhalt:

Hiro ist eine Aphroditepriesterin in Sestos an der Meerenge Hellespont , die ihr Geliebter Leander aus Abydos allnächtlich durchschwamm, um mit Ihr vereint zu sein. Priesterinnen der Aphrodite sind ja jungfräulich, doch Leander dämpfte Hiros Angst vor der Göttin, da sie doch auch Göttin der Liebe sei und verstehen würde…
Aber die Lampe erlischt, welche Hiro als Wegweiser aufgestellt hat, in einem Sturm und  Leander verirrt sich und ertrinkt.
Am folgenden Morgen entdeckten Hiro seinen Leichnam und stürzte sich von einer Klippe in den Tod.

Kommt bekannt vor? Vielleicht daher?

und hier  eine Interpretation die (meinem)  Musäus mittels „Gebärdendolmetscher“ bis zur Schmerzgrenze  nacheifert

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